ASC

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Firmenhistorie

Die ASC begann ihr Leben unter dem Namen Autenrieth. Die Autenrieth KG startete mit der Produktion von Dokumentationsrecordern auf der Basis der Braun-Tonbandgeräte TG-1000 und der zugehörigen Steuerungsanlagen.
Unsere Dokumentationsanlagen und Zeitcodiergeräte werden bei militärischen Dienststellen, Polizei, Rettungsdiensten, Kongreßzentren und anderen Behörden mit Organisations- und Sicherheitsaufgaben, bei denen es auf allerhöchste Präzision und Zuverlässigkeit ankommt, eingesetzt. (ASC-Prospekt, 1983)

Der Entscheidung im Hause Braun, die Produktion von Tonbandgeräten einzustellen, folgte für Autenrieth eine grundsätzliche Umstrukturierung, konnte man doch nicht mehr auf das Vorprodukt TG-1000 aus Frankfurt zurück greifen.
Ein ganzer Stab von Braun-Mitarbeitern nutzte die Gelegenheit, von Frankfurt nach Aschaffenburg zu wechseln; dies dürfte um 1974 gewesen sein. Die ASC Electronic-Autenrieth KG entstand und brachte zum Modelljahr 1976 (eventuell auch schon 1975) die erste eigene Bandmaschine, die ASC AS 5000T auf den Markt; diese war von nun an Basis auch der professionellen Recorder der Marke ASC: "Nach einer Zeit der Rezession erwartet dieses Tonbandgeräte und Sprachlaboranlagen herstellende Unternehmen im laufenden Jahr ein Umsatzplus von 15 bis 20%. Mehr als zwei Drittel des Geschäftes wird mit Behörden und Kommunen abgewickelt. Exportanteil: jetzt 25% nach 20% im Jahr 1976" (Quelle: Funkschau Oktober 1977)
Um 1978 folgte dann die Vorstellung von Vollverstärker und Tuner der Serie 5000, deren stilistische Verwandschaft mit den Regie Receivern von Braun nicht von der Hand zu weisen ist.

Aus Autenrieth wurde bald die ASC electronic, zu der sich die Audio System Componenten GmbH & Co. Electronic Produktions KG in Hösbach gesellte.
Während die Serie 5000 und 6000 noch die Marke "ASC electronic" trugen fand um 1980 der Wechsel nach Hösbach statt; mit dem Ortswechsel kamen auch neue Geräte: Ein eigenes, professionellen Ansprüchen genügendes Kassetten Tapedeck erschien. Dazu passend ging ASC eine Kooperation mit dem Wuppertaler Hersteller Kücke Elektronik ein, dessen neue Geräte-Serie nun auch unter dem Markennamen "ASC" erhältlich wurde.
Bereits im April 1982 meldete das Fachmagazin "Audio": "Die Wuppertaler Firma KS und die Hösbacher Firma ASC haben eine enge Kooperation beschlossen. Ab sofort gibt es die „Select“-Bausteine von KS, bestehend aus Tuner, Vor- und Endverstärker, nur noch unter dem Markenzeichen ASC; sie bleibt in Technik und Design jedoch unverändert." Nur zwei Jahre später, 1984, meldete "Stereo": "ASC, bislang bekannt für hochwertige Spulentonbandgeräte und Cassettenrecorder, hat jetzt auch die Fertigung von Kücke-Produkten vollständig übernommen."

Das Intermezzo der HiFi-Produktion bei ASC war jedoch nur kurz, dauerte nur wenig mehr als zehn Jahre. Dann lief die Produktion der Audio-Geräte aus und ASC wendete sich neuen Zielen zu.

Heute ist "ASC" die Marke der ASC telecom AG in Hösbach, "weltweit führender Anbieter innovativer Lösungen zur Aufzeichnung, Analyse und Auswertung der gesamten Kommunikation". Der letzte Mitarbeiter, der alte ASC-Audio-Geräte gepflegt hatte, ist im Sommer 2007 in Rente gegangen

Auszug aus der Pressemitteilung der ASC Telecom AG zum 40-jährigen Bestehen

(...)

  • Am 01. Juli 1964 wurde ASC als 2-Mann-Unternehmen mit dem Ziel gegründet, Sprachlehrsysteme nach amerikanischem Muster zu entwickeln. Ende der Sechziger Jahre wurden zunächst Sprachlehrsysteme mit Spulen-Tonbandgeräten hergestellt und weltweit vertrieben.
  • Am 01. April 1979 übernahm Günther Müller, der heutige Vorsitzende des Vorstandes, die Geschäftsleitung und legte den Grundstein für den weiteren Erfolg.
  • In den siebziger Jahren erwirtschaftete ASC mit professionellen Spulen-Tonbandgeräten, Cassetten-Recordern sowie Tunern und Verstärkern der High-End-Klasse den größten Teil des Umsatzes.
  • 1980 wurde ASC der deutsche HIFI-Preis verliehen.
  • 1981 wurde von den UHER Werken in München der Bereich Sprachlehranlagen übernommen und weltweit ausgebaut.
  • Der heute für ASC wichtigste Bereich Communications Recording kam Mitte der Achtziger Jahre hinzu und wurde kontinuierlich weiter entwickelt.
  • Mit Übernahme der Kreutler Telecom, Karlsruhe, am 01. April 1999, wurde ASC zum größten europäischen Anbieter für Communications Recording Solutions.
  • Im Jahr 2002 konnte die erste Quality Monitoring Software für Call Center - INSPIRATIONpro - vorgestellt werden. ASC-Kunden wählten dieses Produkt im März 2004 zur besten Recording/Quality Monitoring Solution in Europa.
  • Mit MARATHON EVOLUTION präsentierte ASC auf der CeBIT 2003 den weltweit ersten Communications Recorder mit Linux-Betriebssystem. In den USA wurde ASC dafür mit "Best Product of the Year 2003" ausgezeichnet.
  • Ein weiterer technologischer Meilenstein war die Einführung der Software-basierten Voice over IP Recording Lösungen in 2003. Damit wurde ASC erneut zum technologischen Trendsetter im Bereich Communications Recording.

(...)
Quelle: "40 Jahre ASC: Aufzeichnungs-Lösungen von Weltrang" vom 29.06.2004, ASC telecom AG, PR & Communications

Die Produkte

Die ersten Geräte aus dem Hause Autenrieth, z.B. die TGS-1000, waren genauso wenig HiFi-tauglich konzipiert, wie deren unmittelbare Nachfolger der Marke ASC aus dem Produktbereich "Kommerzielle Technik", die Bandgeräte der Serie AS 4000T, die hier nicht besprochen werden sollen [1].
Erst ab ca. 1975 begann ASC auch Geräte für den privaten Anwender zu entwickeln und zu bauen.

Die Geräte aus dem Hause ASC gliedern sich in drei recht klar unterscheidbare Generationen:

  • Die ersten Bandmaschinen aus dem Hause Autenrieth dienten nicht dem privaten Gebrauch, waren daher als Einbaugeräte für 19"-Racks oder den Tischeinbau optimiert, hatten ein Studio-mäßiges Aussehen.
  • Die zweite Generation war maßgeblich von Braun beeinflußt. Dies resultierte nicht zuletzt aus der langen Zusammenarbeit mit Braun, aber auch aus der Tatsache, daß eine Reihe von Mitarbeitern aus Entwicklung und Fertigung von Braun zu ASC wechselten und sowohl Technologie, als auch Desgin-Vorstellungen mitbrachten. In diese Reihe fallen nicht nur alle Bandmaschinen der Serien AS 4500T, AS 5000T und AS 6000T, sondern auch die anderen Komponenten der Serie 5000, 400 und die Lautsprecher.
  • Die dritte Geräte-Generation ähnelte nicht zufällig der in Wuppertal beheimateten Select-Serie der Kücke-Electronic. Tatsächlich waren die Slimline-Geräte der Reihe 3000 bis 1984 OEM-Fabrikate aus dem Hause Kücke.

Lediglich die Kassetten-Bandgeräte der ASC fielen etwas aus dem Rahmen, stammen aber zweifellos aus dem Hause ASC.

Übrigens benutzte ASC in den Siebziger Jahren einen Buchstabenschlüssel, um schon in der Typenbezeichnung die Art der Komponente klar zu machen: So gab es die AS 5000 als Tonbandgerät, als Radio-Empfänger und als integrierten Verstärker.
Erst in der Serie 3000 (und 2000) wich man von dieser Nomenklatur ab und bezeichnete den Gerätetyp mit der 100er-Stelle der Typenbezeichnung: "0" => Tape, "1" => Tuner, "2" => Vorverstärker, "3" => Endstufe und "4" => Steuerungs-Modul.

Die Farbe der ASC HiFi-Geräte war übrigens einheitlich schwarz. Nur Ausnahmen bestätigen die Regel: So wiesen einige Komponenten der AS 5000T eine Zarge mit Holzmusterung auf und wurden einige wenige Slimline Komponenten der Serie 3000 mit goldiger Frontplatte ausgeliefert. Dabei wirkte das Finish alerdings wenig professionell, eher als wie mit der Sprühflasche umgespüht: Der Farbauftrag war nicht überall deckend und Gehäuseteile wiesen einen deutlichen Sprühnebel auf. Möglich, daß hier das Design von für ASC gefertigten Gehäusen einigen aus der Produktion für Kücke stammenden Komponenten angepaßt werden sollte: Resteverwertung.

Tonbandgeräte

Die HiFi-Bandmaschinen aus dem Hause ASC sind konstruktiv Nachfolger der Braun TG-1000 und TG-1020. Die Varianten der AS 4500T entsprechen dabei weitgehend den Varianten der ersten Version der AS 5000T. Die AS 6000T ist eine echte Weiterentwicklung der AS 5000T, wurde jedoch lange Zeit parallel zur zweiten Version der AS 5000T gebaut.

AS 4500T ; AS 5000T ; AS 6000T

Tonband-Zubehör

Kassetten-Bandgeräte

Hinter den vier HiFi-Kassetten-Bandgeräten von ASC verbergen sich Varianten des zuerst erschienenen AS 3000 im prinzipiell gleichen Gehäuse: Der 3001 unterscheidet sich von der ersten Version nur durch ein anderes Rauschunterdrückungssystem, der 2001 vom 3001 wiederum nur durch eine etwas reduzierte Ausstattung und der AS 2000 vom 2001 wiederum eigentlich nur durch eine Abwandlung im Antrieb. AS 3000 ; AS 3001 ; AS 2001 ; AS 2000

Tuner

AS 5000E ; AS 3100 und AS 2T: KS T-22

Vorverstärker

AS 3200 und AS 2V: KS V-32

Vollverstärker

AS 5000V ; AS 400V

Endstufen

AS 3300 und AS 2E: KS E-42

Sonstiges

AS 3400: KS F-52

Lautsprecher

AS 200L ; AS 300L ; AS 400L

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