Digital
digital
(lat. „mit Hilfe des Fingers“, d.h., abzählbar; Gegensatz: ==> analog).
In der digitalen (Binär)-Technik gibt es lediglich zwei Signalzustände: 0 und 1 bzw. positiv und negativ (etwa Spannungs- oder Magnetisierungswerte). Komplexere Ereignisse, die digital darzustellen sind, werden durch eine Vielzahl solcher Ja/Nein-Signale beschrieben. Um ein Schall- oder Bild-Ereignis zu übertragen, werden ihm repräsentative Proben entnommen (==> Sampling).
Ein A/D-Wandler verschlüsselt sie zu Zahlen. Das duale Abbild einer Probe, genannt Da-tenwort, ist also aus einer Impulsfolge von 0 und 1 zusammengesetzt. Zwecks Wiedergabe wird aus den Datenwörtern der Verlauf des Originals errechnet (==> D/A-Wandler). Solange die Datenwörter eindeutig oder rekonstruierbar sind (==> Fehlerkorrektur, ==> Interleaving), ist die Wiedergabe fehlerfrei.
Im Vergleich mit der Analogtechnik fordert Digitaltechnik ein Übertragungs- bzw. Speichersystem mit vergleichsweise breitem Frequenzband, kommt dagegen mit relativ geringer Dynamik aus.
Die Wiedergabequalität hängt vom Aufwand ab (==> Sampling-Frequenz, bit-Zahl des Datenworts), der mit integrierten Schaltungen sehr hoch getrieben werden kann.
Solche Digital-Systeme sind analogen Vorgängern überlegen; u.a. gibt es beim Kopieren praktisch keine Verluste.