R73

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Die Carad R73 von 1972 war die vierte und letzte Bandmaschine aus Kuurne.
Sie setzt nicht mehr auf das bisherige Carad-Chassis mit direkt getriebener Tonwelle (s. Carad R59), sondern kommt als integriertes Gerät mit Doppel-Capstan-Antrieb mit zwei großen Schwungmassen, die über zwei parallele Riemen angetrieben werden. Die Carad arbeitet mit drei großen Papst-Motoren. Sie hat zwei Arbeitsgeschwindigkeiten: 9,5 und 19cm/s. Der Bandzug ist einstellbar. Die Bremsung erfolgt über eine variable Motorbremse. Die Bandführung ist mit zwei Umlenkrollen pro Seite aufwendig ausgestattet.
Wie Ihre Vorgänger auch, hat die R73 drei Köpfe. Der Azimuth des Wiedergabekopfes ist von außen einstellbar. Die Wiedergabe-Entzerrung ist umschaltbar.
Die R73 verfügt über kanalgetrennte Mikrofon-Eingänge (Klinke) auf der Frontplatte, DIN- und Cinch-Anschlüsse für Line an der Oberseite. Auf der Frontplatte ist die Empfindlichkeit des Mikrofoneinganges umschaltbar. Außerdem kann zwischen dem DIN- und dem Line-Eingang umgeschaltet werden. Die Carad verfügt über ein kleines Mischpult, das Line und Mikro jeweils extra und kanalgetrennt aussteuern kann. Die Aussteuerungskontrolle erfolgt mit Hilfe zweier beleuchteter Drehspulinstrumente. Die Aufnahmebereitschaft muß vorgewählt werden. Zusätzlich verfügt die Carad über die Möglichkeit, von einer Spur auf die andere zu kopieren.

In ihrem Konzept ähnelt die Carad R73 durchaus der Telefunken M28. Sie besteht aus einem Rahmen, an dem die Frontplatte angebracht ist und der mit vier Schrauben in einem Gehäuse fixiert wird. Sämtliche Bauteile sind an dem Rahmen verschraubt. Auch das Design der Frontplatte mit den quadratischen, beleuchteten Tasten der Laufwerkssteuerung und den Flachbahnreglern für die Aussteuerung erinnert sehr an die Telefunken.
Wie ihre Vorgänger auch ist die Carad R73 ein ambitioniertes Gerät, das in die Klasse der sogenannten Kleinstudiogeräte gehört.

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