Rank-Arena
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Firmengeschichte
Die Rank-Arena A/S im dänischen Horsens geht auf den alteingesessenen Radio- und Fernsehproduzenten Hede Nielsen zurück, der unter dem Namen Arena auch gut eingeführte HiFi-Geräte gebaut hatte, dessen Werk jedoch im Jahre 1970 durch einen Brand total zerstört worden war.
Mit Hilfe der britischen Rank-Organisation, die das Projekt zu 80% finanzierte, wurde das Werk wieder aufgebaut und Rank-Radio (Leak, Wharfdale, Heco) zugeordnet. Nielsen schied 1971 aus der Gesellschaft aus. Die Produktion jedoch startete 1971 erneut. Arena baute vor allem Fernsehgeräte, Kompaktanlagen und Lautsprecher-Boxen für den Konzern; im HiFi-Bereich wurden unter dem neuen Markennamen "Rank-Arena" schon frühzeitig Produkte asiatischer Fertigung angeboten.
Das Werk produzierte aber nur für kurze Zeit, weil Rank die Arena als nicht lukrativ genug betrachtete: Die internationale Überproduktion und asiatische "Billigprodukte" setzten auch dem dänischen Hersteller zu: 1975 wurden erst 600 Mitarbeiter entlassen, das Werk schließlich wegen Unrentabilität geschlossen. Die eigene Belegschaft übernahm daraufhin den Betrieb und führte ihn mit der Fernsehgeräte-Produktion als Fabrikker 3F A/S ("Folke Fjernsyns Fabrikken") weiter. Schon im Herbst 1976 wurde die Firma von der ungarischen Tungsram übernommen, die damit in die Unterhaltungsindustrie einstieg. Die TV-Geräte liefen nun unter der Marke Tungsram vom Band, außerdem entstand eine neue HiFi-Serie der Marke Dansk HiFi.
Die Marke "Arena" ist wohl bei der Rank-Gruppe geblieben; zumindest habe ich im HiFi-Jahrbuch 8 von 1976 noch einen Rank-Arena Receiver gefunden. Interessanterweise taucht, scheinbar vor allem in England, auch die Marke "Bush-Arena" auf; ebenfalls dänische Produkte der frühen Siebziger. Es scheint sich bei dem für seine Plattenspieler bekannten Marke Bush also ebenfalls um ein Rank-Unternehmen zu handeln.