Art Audiophile

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Firmenhistorie

Art & Audio – Galerie und HiFi-Geräte war ein kleiner Betrieb in Berlin-Wedding, in dem der Eigentümer, in kultivierter Atmosphäre, hochwertige HiFi-Geräte, vornehmlich aus Deutschland und England, in einem Umfeld von Kunst und gelegentlicher Live-Musik präsentiert hatte.

Unter dem Markennamen Art Audiophile realisierte Klaus Hornburg zudem eine Reihe von handgefertigten Lautsprecherboxen, Verstärkern und Plattenspielern eigener Herstellung.
Die Art Audiophile wurden 1987 auf der Schweizer High End in Egerkingen eingeführt und in den Jahren 1989, 1991 und 1993 auf der Berliner Funkausstellung präsentiert.

"Unsere Komponenten beinhalten keine weltbewegenden Neuheiten; die Präzision in wichtigen Details bringt das für Sie hörbare Ergebnis", stellte Art & Audio sich zur Funkausstellung 1993 selber dar.

Art & Audio war im Oktober 1986 gegründet und nach mehreren Einbrüchen Anfang 1998 geschlossen worden.

Inzwischen hat der damalige Eigentümer wieder eine neue Box und auch einen neuen Verstärker entwickelt, in dem er eigene Ideen verwirklicht hat. Der wird aber nicht in den Handel kommen; stattdessen sind Schaltungen mit Erklärungen interessierten Musikfreunden und Selber-Bauern im Dezember 2018 im diy-hifi-forum (Verstärker [1] und MC-Vorverstärker [2]) und im Forum der Analogue Audio Association (Verstärker [3] und MC-Vorverstärker [4]) veröffentlicht worden (Stand Herbst 2019).

Der Initiator ist per Mail erreichbar: artaudiophil - at - googlemail - dot - com (-at- und -dot- in der Mail-Adresse bitte durch die entsprechenden Zeichen ersetzen)


Die Produkte

Beschrieben sind im Folgenden die "Serien"-Versionen der Art Audiophile. Daneben sind, auf Kundenwunsch, immer wieder auch Sonderanfertigungen und Einzelstücke entstanden, die sich in den Prospekten und in der folgenden Auflistung nicht wieder finden.

Lautsprecherboxen

Art & Audio verwendete für seine Lautsprecherboxen gerne Typenbezeichnungen mit frankophilem Ambiente.
Die Boxen zeichnen sich durch eine schmale Bauweise aus, die auf das Entwicklungsziel der Minimierung von Schallwandreflexionen zurückzuführen ist. Art Audiophile gehört zu den ersten Herstellern in Deutschland, die diese Bauweise verwendet hatten.
Erreicht wird die schmale Bauform der Art & Audio durch den Einsatz von "HiFi-Bass-Mitteltönern" Monacor SPP110/8 [5] mit geringem Außendurchmesser, anstatt mit großen Bass-Chassis. Um trotzdem genug Membranfläche zu erhalten, damit genug Luftbewegung zur Erzeugung von Bass erreicht werden kann, sind die größeren Modelle mit mehreren Tiefmitteltönern pro Box ausgestattet.

Die verwendeten Lautsprecher wurden im Laufe der Fortentwicklung der Boxen einer Verfeinerung unterzogen, wodurch sie sich merklich von der Serie unterscheiden. So wurden zum Beispiel die originalen Membran-Zuführungslitzen durch Feinlitzen ersetzt. Ab 1991 wurden die Monacor-Chassis mit einer, im Rahmen von empirischen Versuchen selbst-entwickelten Membran ausgestattet, die mit hinterlegter Polyesterwatte in das Chassis eingeklebt wurde und als mechanisches Tiefpassfilter wirkt; erkennbar sind diese Chassis durch die nicht ausgewölbte Staubschutzhaube.
Für den Hochtonbereich kamen, teils modifizierte, Lautsprecher der Hersteller Dynaudio (D28AF und Esotec) und Matsushita (TH400) zum Einsatz.
Den Chassis vorgeschaltet sind fast ausschließlich 6dB-Weichen und oft amplitudendefinierte Serien-Bandsperren zur Phasen- und Impedanzkorrektur.

sete ; paris ; lyon ; dijon ; caen ; directe ; equilibre ; concrete

Verstärker

Bis 1991 wurden Vorverstärker ausschließlich in Transistor-Technik angeboten, danach als Hybride mit Röhren für die Signalverstärkung. Nachgeschaltete Class A-Impedanzwandler sorgen für niederohmige Ausgänge von 50 Ohm. Alle Ein- und Ausgänge sind phasengleich. Die Endstufen für Lautsprecherboxen mit gutem und mittlerem Wirkungsgrad sind in Class A-Technik und grundsätzlich mit kanalgetrennten Netzteilen aufgebaut

pre ; mc pre ; hybrid pre ; amp 1 ; mono amp

Plattenspieler

Kennzeichen der Plattenspieler, bei Art & Audio auch "Frontend" genannt, ist der Riemen-Antrieb, die dreifach-Entkoppelung des Motors vom Gehäuse und eine integrierte Vorrichtung zur Zentrierung der Platte. Zudem wurden die Plattenspieler ab 1991 vorwiegend zusammen mit einem 3-Bein-Tisch mit Spike-Entkoppelung verkauft.

pl 1 ; Reference Standard ; easy

Quellen

Prospekte der Jahre 1989, 91 und 93 [6]

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